

Weiße Maulbeere
Botanischer Name: Morus alba L.
INCI: Morus Alba Extract, Morus Alba Bark Extract
Pflanzenfamilie: Moraceae (Maulbeergewächse)
Kosmetischer Einsatz: antioxidativ, hautberuhigend, hauttonausgleichend
Wichtiger Wirkansatz: Beeinflussung von Tyrosinase und Melaninbildung
Weiße Maulbeere (Morus alba) – Pflanzenextrakt für einen ebenmäßigen Teint
Die Weiße Maulbeere (Morus alba) ist weit mehr als eine traditionsreiche Nutzpflanze: Ihre Blätter, Rinde, Zweige und insbesondere ihre Wurzel bzw. Wurzelrinde enthalten eine Vielzahl sekundärer Pflanzenstoffe, die auch für die moderne Hautpflege interessant sind. In kosmetischen Formulierungen wird Morus-alba-Extrakt vor allem aufgrund seiner antioxidativen, hautberuhigenden und ausgleichenden Eigenschaften eingesetzt.
Besondere Aufmerksamkeit erhält die Weiße Maulbeere bei der Pflege eines ungleichmäßigen Hauttons und bei Pigmentflecken. Untersuchungen zeigen, dass verschiedene Extrakte und Inhaltsstoffe von Morus alba die Aktivität der Tyrosinase beeinflussen können – eines Schlüsselenzyms der Melaninbildung.
Was ist die Weiße Maulbeere?
Die Weiße Maulbeere trägt den botanischen Namen Morus alba L. und gehört zur Familie der Maulbeergewächse (Moraceae). Ursprünglich stammt sie aus Asien und ist eng mit der traditionellen Seidenproduktion verbunden, da ihre Blätter als Nahrung für Seidenraupen dienen.
Auch kosmetisch ist die Pflanze interessant. Je nach verwendetem Pflanzenteil und Extraktionsverfahren enthält Morus alba unterschiedliche sekundäre Pflanzenstoffe. Dazu gehören unter anderem Flavonoide, Stilbene und weitere phenolische Verbindungen. In Untersuchungen wurden beispielsweise Rutin, Isoquercitrin, Resveratrol, Morin sowie verschiedene für die Maulbeere charakteristische Verbindungen nachgewiesen.
Wichtig zu wissen: Maulbeerextrakt ist nicht gleich Maulbeerextrakt. Blätter, Früchte, Zweige, Holz und Wurzeln unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung. Deshalb lassen sich Studienergebnisse zu einem bestimmten Extrakt nicht automatisch auf jeden kosmetischen Morus-alba-Wirkstoff übertragen.
Wie wirkt Weiße Maulbeere auf die Haut?
Die Weiße Maulbeere verbindet mehrere Eigenschaften, die sie für moderne Gesichtspflege interessant machen. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem ein ebenmäßigeres Erscheinungsbild der Haut, antioxidativer Schutz und hautberuhigende Effekte.
- Weiße Maulbeere bei Pigmentflecken und ungleichmäßigem Hautton
Einer der interessantesten Einsatzbereiche von Morus alba ist die Pflege von Haut mit Pigmentunregelmäßigkeiten.
Für die Hautfarbe ist vor allem das Pigment Melanin verantwortlich. Seine Bildung ist ein natürlicher Schutzmechanismus der Haut. Wird lokal jedoch übermäßig viel Melanin gebildet, können sichtbare Pigmentflecken bzw. Hyperpigmentierungen entstehen.
Eine entscheidende Rolle bei der Melaninsynthese spielt das Enzym Tyrosinase. Genau hier setzen verschiedene Inhaltsstoffe und Extrakte der Weißen Maulbeere an: In Labor- und präklinischen Untersuchungen konnten Morus-alba-Extrakte die Tyrosinaseaktivität beziehungsweise die Melaninbildung beeinflussen. Dadurch ist die Weiße Maulbeere insbesondere für Pflegekonzepte interessant, die auf einen gleichmäßigeren und strahlender wirkenden Teint ausgerichtet sind. - Antioxidative Wirkung gegen freie Radikale
Oxidativer Stress entsteht unter anderem durch UV-Strahlung und weitere Umwelteinflüsse. Dabei können reaktive Sauerstoffverbindungen entstehen, die Zellbestandteile belasten und Prozesse der vorzeitigen Hautalterung begünstigen.
Morus alba enthält verschiedene phenolische Pflanzenstoffe mit antioxidativem Potenzial. Untersuchungen unterschiedlicher Pflanzenteile zeigen unter anderem radikalfangende und reduzierende Eigenschaften.
In der Hautpflege können antioxidativ wirkende Inhaltsstoffe deshalb dazu beitragen, die Haut bei ihrem Schutz vor oxidativen Belastungen zu unterstützen. - Hautberuhigende Eigenschaften
Auch für empfindliche oder zu Irritationen neigende Haut kann Morus alba interessant sein. In einer vergleichenden Untersuchung verschiedener Pflanzenextrakte zeigte ein Morus-alba-Extrakt eine ausgeprägte entzündungsmodulierende Aktivität und beeinflusste dabei unter anderem die Freisetzung bestimmter Entzündungsmediatoren.
Für kosmetische Anwendungen bedeutet dies nicht, dass die Pflanze Hauterkrankungen behandelt. Ihre Eigenschaften machen Morus-alba-Extrakte jedoch zu interessanten Bestandteilen beruhigender und ausgleichender Pflegeformulierungen.
Welche Inhaltsstoffe machen Morus alba kosmetisch interessant?
Die Zusammensetzung hängt stark davon ab, welcher Teil der Weißen Maulbeere verwendet und wie der Extrakt hergestellt wird.
Zu den untersuchten Stoffgruppen zählen unter anderem:
- Flavonoide
- Stilbene und Stilbenglykoside
- phenolische Verbindungen
- Mulberroside
- Oxyresveratrol
- Resveratrol
- Rutin
- Morin
Einige dieser Substanzen werden insbesondere hinsichtlich ihrer antioxidativen Eigenschaften und ihres Einflusses auf Tyrosinase und Melanogenese untersucht.
Weiße Maulbeere gegen Hyperpigmentierung: Was sagt die Forschung?
Die kosmetische Verwendung der Weißen Maulbeere bei einem ungleichmäßigen Hautbild ist wissenschaftlich durchaus plausibel. Verschiedene In-vitro-Untersuchungen zeigen, dass Extrakte aus Blättern, Wurzeln, Zweigen oder Holz die Tyrosinaseaktivität und/oder Melaninbildung beeinflussen können.
Auch einzelne Inhaltsstoffe der Pflanze wurden untersucht. So zeigten beispielsweise aus Morus alba gewonnene Mulberroside und Oxyresveratrol in experimentellen Modellen Effekte auf Prozesse der Melaninbildung.
Es existieren darüber hinaus erste klinische Daten: In einer kleinen randomisierten, placebokontrollierten Untersuchung mit 50 Personen wurde ein hoch konzentriertes Maulbeerextrakt-Öl bei Melasma untersucht. Nach acht Wochen verbesserten sich Messwerte der mit Maulbeerextrakt behandelten Gruppe stärker als unter Placebo.
Die Datenlage sollte dennoch differenziert betrachtet werden: Viele Erkenntnisse stammen aus Labor-, Zell- oder Tiermodellen. Ergebnisse einzelner Extrakte lassen sich außerdem nicht automatisch auf jedes kosmetische Produkt mit Morus alba übertragen.
Für welche Haut eignet sich Weiße Maulbeere?
Kosmetische Wirkstoffe aus Morus alba können insbesondere interessant sein bei:
- einem ungleichmäßigen Hautton
- sichtbaren Pigmentflecken
- sonnenbedingten Pigmentunregelmäßigkeiten
- einem fahlen oder müde wirkenden Teint
- Haut, die oxidativen Umweltbelastungen ausgesetzt ist
- anspruchsvoller und reifer Haut
- empfindlicher Haut, wenn der jeweilige Extrakt und die Gesamtformulierung entsprechend geeignet sind
Besonders sinnvoll kann die Kombination mit weiteren antioxidativen und ausgleichenden Wirkstoffen sein.
Weiße Maulbeere und Sonnenschutz – eine wichtige Kombination
Wer Pigmentflecken vorbeugen oder deren Erscheinungsbild reduzieren möchte, sollte nicht allein auf aufhellende bzw. hauttonausgleichende Wirkstoffe setzen.
Konsequenter UV-Schutz gehört zu jeder Pflegeroutine gegen Hyperpigmentierung.
Strahlung kann die Melaninproduktion stimulieren und bestehende Pigmentunregelmäßigkeiten verstärken. Ein ausreichend hoher Breitband-Sonnenschutz ist deshalb eine wichtige Ergänzung zu einer Pflege mit Morus alba.
Die Weiße Maulbeere ersetzt keinen Sonnenschutz.
Fazit: Weiße Maulbeere für strahlende und ebenmäßig wirkende Haut
Die Weiße Maulbeere (Morus alba) ist ein vielseitiger pflanzlicher Kosmetikwirkstoff. Besonders interessant ist sie aufgrund der Kombination aus antioxidativen, hautberuhigenden und hauttonausgleichenden Eigenschaften.
Im Fokus der Forschung steht vor allem ihr Einfluss auf die Tyrosinase und die Melaninbildung. Damit eignet sich Morus alba besonders für kosmetische Pflegekonzepte bei Pigmentflecken, ungleichmäßigem Hautton und einem fahlen Hautbild.
Gleichzeitig liefern antioxidativ wirkende Pflanzenstoffe einen zusätzlichen Ansatz, um die Haut gegenüber oxidativen Belastungen zu unterstützen. Entscheidend für die tatsächliche Wirkung eines kosmetischen Produktes sind jedoch immer die Art des verwendeten Extrakts, seine Konzentration sowie die gesamte Formulierung.
FAQ Weiße Maulbeere
Extrakte der Weißen Maulbeere werden in Kosmetik vor allem wegen ihrer antioxidativen, hautberuhigenden und hauttonausgleichenden Eigenschaften eingesetzt. Besonders interessant ist Morus alba für die Pflege bei Pigmentunregelmäßigkeiten.
Verschiedene experimentelle Untersuchungen zeigen, dass Inhaltsstoffe und Extrakte von Morus alba die Tyrosinaseaktivität und Melaninbildung beeinflussen können. Dadurch kann der Wirkstoff kosmetisch dazu beitragen, einen gleichmäßiger wirkenden Hautton zu unterstützen.
Morus alba ist der botanische Name der Weißen Maulbeere. Sie gehört zu den Maulbeergewächsen und stammt ursprünglich aus Asien. Verschiedene Pflanzenteile wie Blätter, Zweige, Früchte und Wurzeln werden für Extrakte verwendet.
Morus alba enthält zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe, darunter Flavonoide und Stilbene. Diese werden unter anderem aufgrund ihrer antioxidativen Eigenschaften und ihres möglichen Einflusses auf Prozesse der Pigmentbildung untersucht.
Ja, Morus-alba-Extrakte können auch für anspruchsvolle und reife Haut interessant sein. Ihre antioxidativen Eigenschaften können die Haut dabei unterstützen, oxidativen Belastungen entgegenzuwirken.
Kosmetisch ist die präzisere Bezeichnung hauttonausgleichend. Morus-alba-Extrakte können Prozesse der Melaninbildung beeinflussen und sind daher insbesondere für Pflegeprodukte interessant, die das Erscheinungsbild von Pigmentflecken und einen ungleichmäßigen Hautton adressieren.
Nein. Gerade bei Pigmentflecken ist konsequenter UV-Schutz wichtig. Ein Pflegeprodukt mit Weißer Maulbeere sollte daher als Teil einer umfassenden Hautpflegeroutine verstanden werden und ersetzt keinen Breitband-Sonnenschutz.


