Aluminiumsalze
Alumiumsalze

Aluminiumsalze

INCI: Aluminum Chlorohydrate, Aluminum Zirconium Tetrachlorohydrex Gly, Potassium Alum, Aluminum Sesquichlorohydrate

 

 

Aluminiumsalze in Kosmetik: Wirkung, Anwendung und Sicherheit

 

Was sind Aluminiumsalze?

Aluminiumsalze sind anorganische Verbindungen des Metalls Aluminium, die in verschiedenen kosmetischen Produkten eingesetzt werden. Besonders bekannt sind sie als Wirkstoffe in Antitranspirantien und Deodorants, wo sie die Schweißbildung reduzieren können. Zu den häufig verwendeten Aluminiumsalzen gehören unter anderem Aluminiumchlorhydrat (Aluminum Chlorohydrate), Aluminium-Zirkonium-Komplexe sowie Kaliumalaun.

In der Kosmetik werden Aluminiumsalze vor allem aufgrund ihrer adstringierenden Eigenschaften geschätzt. Das bedeutet, dass sie die oberen Hautschichten zusammenziehen und dadurch die Aktivität bestimmter Drüsen beeinflussen können.

 

Wie wirken Aluminiumsalze?

Die bekannteste kosmetische Anwendung von Aluminiumsalzen findet sich in Antitranspirantien. Dort bilden die Aluminiumsalze mit Bestandteilen des Schweißes vorübergehende Gelstrukturen in den Ausführungsgängen der Schweißdrüsen. Dadurch wird die Schweißabgabe reduziert. Die Wirkung ist temporär und verschwindet mit der natürlichen Hauterneuerung. 
Im Unterschied zu klassischen Deodorants, die hauptsächlich geruchsbildende Bakterien bekämpfen oder Gerüche überdecken, setzen Antitranspirantien direkt an der Schweißproduktion an. Dadurch können sie sowohl die Schweißmenge als auch die Geruchsbildung wirksam reduzieren. 

 

In welchen Kosmetikprodukten werden Aluminiumsalze verwendet?

Aluminiumsalze kommen in unterschiedlichen kosmetischen Formulierungen vor, insbesondere in:

  • Antitranspirantien
  • Deodorants mit schweißhemmender Wirkung
  • Zahncremes
  • Lippenstiften
  • Make-up-Produkten
  • Gesichtspflegeprodukten
  • Haarpflegeprodukten
  • Rasier- und After-Shave-Produkten

 

Die eingesetzten Konzentrationen variieren je nach Produktkategorie und werden im Rahmen der europäischen Sicherheitsbewertung genau geprüft.

 

Sind Aluminiumsalze in Kosmetik sicher?

Kaum ein kosmetischer Inhaltsstoff wurde in den vergangenen Jahren so intensiv diskutiert wie Aluminiumsalze. Im Mittelpunkt standen dabei mögliche Zusammenhänge mit Brustkrebs oder neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer.

 

Die wissenschaftlichen Bewertungen europäischer Behörden kommen jedoch zu dem Ergebnis, dass Aluminiumsalze bei bestimmungsgemäßer Verwendung in den zugelassenen Konzentrationen als sicher gelten. Der Wissenschaftliche Ausschuss für Verbrauchersicherheit der Europäischen Kommission (SCCS) hat die verfügbaren Daten mehrfach überprüft und seine Sicherheitsbewertungen in den vergangenen Jahren aktualisiert. Dabei wurden für zahlreiche Produktkategorien sichere Höchstkonzentrationen definiert.

Die enthaltenen Fettsäuren unterstützen die natürliche Lipidbarriere der Haut und helfen, Feuchtigkeitsverlust zu reduzieren.

 

Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bewertet gesundheitliche Beeinträchtigungen durch die Aufnahme von Aluminium aus Antitranspirantien über die Haut nach aktuellem Kenntnisstand als unwahrscheinlich.

 

Welche Aluminiumsalze werden am häufigsten eingesetzt?

 

Aluminiumchlorhydrat (Aluminum Chlorohydrate)

Aluminiumchlorhydrat zählt zu den am häufigsten verwendeten Wirkstoffen in Antitranspirantien. Es zeichnet sich durch eine gute Wirksamkeit gegen übermäßiges Schwitzen aus und wird weltweit in zahlreichen Produkten eingesetzt.

 

Aluminium-Zirkonium-Verbindungen

Diese Wirkstoffkombinationen gelten als besonders effektiv bei der Reduktion der Schweißproduktion und werden häufig in leistungsstarken Antitranspirantien verwendet.

 

Kaliumalaun

Kaliumalaun wird häufig in sogenannten Kristall-Deodorants eingesetzt. Auch hierbei handelt es sich chemisch um ein Aluminiumsalz, weshalb Produkte mit Alaun nicht als aluminiumfrei gelten.

 

Fazit

Aluminiumsalze gehören zu den am besten untersuchten Wirkstoffen in der modernen Kosmetik. Ihre wichtigste Funktion besteht in der Reduzierung der Schweißbildung durch eine vorübergehende Verengung der Schweißdrüsenausgänge. Nach aktueller wissenschaftlicher Bewertung europäischer Behörden gelten Aluminiumsalze in den zugelassenen Einsatzkonzentrationen als sicher. Sie finden sich daher weiterhin in zahlreichen Kosmetikprodukten, insbesondere in Antitranspirantien und Deodorants.

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