Ratgeber

Erzeugt Parfümstoff Allergien?

Anfrage von: A. Gogel

Die positive Testung auf den Duftstoffmix macht die Verwendung von parfümierter Kosmetik sehr problematisch, da zum einen ein Gemisch getestet wird, welches die als besonders sensibilisierend eingestuften Rohstoffe testet und deshalb nicht klar wird, welches der Rohstoffe das spezifische Allergen ist.

Andererseits zeigt die positive Testung gerade auch im Zusammenhang mit anderen festgestellten Allergenen, dass die sogenannte Prädisposition weitere Allergien auf andere Stoffe vermuten lässt. Deshalb ist hier besondere Vorsicht angezeigt und eine individuelle Testung des Produktes auf Verträglichkeit unvermeidbar bzw. empfehlenswert.

Bei der Entwicklung der Rezepturen aus unserem Hause werden deshalb die Duftstoffe sehr sparsam eingesetzt und zum anderen möglichst versucht eine Komposition zu finden, die IS19-frei ist. Dieses gilt nahezu für das gesamte Programm der Dr.Rimpler GmbH und auch für große Teile der Isabelle Lancray Kosmetik.

Aufgrund der vielen Änderungen wegen ständig wechselnder Auflagen des Gesetzgebers für die Parfümöllieferanten können wir aber im Einzelnen dafür keine Garantie mehr übernehmen und empfehlen grundsätzlich die individuelle Testung.

Wie funktioniert das eigentlich mit dem Sonnenschutz?

Anfrage von: Marion Bode

Um die negativen Wirkungen der UV-Strahlung zu dämpfen bzw. der Haut die Gelegenheit zu geben den Eigenschutz zu aktivieren, werden in Kosmetika 2 verschiedene Rohstoffgruppen zum Einsatz gebracht.

Bei den chemischen Lichtschutzfiltern handelt es sich um spezielle organische Moleküle, die bestimmte Wellenlängen der UV-Strahlung aufnehmen und unschädlich machen können. Diese Stoffe bedeuten leider immer auch eine Erhöhung des Allergierisikos, weshalb der Einsatz streng kontrolliert wird und die Mittel alle extra zugelassen werden müssen.

Bei den physikalischen Lichtschutzfaktoren handelt es sich um Pigmente, die allergologisch völlig unbedenklich sind und die die Strahlung nicht aufnehmen sonder reflektieren. Der Nachteil dieser Pigmente ist allerdings, dass der Lichtschutzwert bei den meisten Formulaturen im Zuge der Lagerung des Produktes stark absinkt.

Häufig wird deshalb eine Kombination beider Vefahren zur Erzielung besonders hoher Lichtschutzwerte angewendet.

Können Kosmetikprodukte Allergien auslösen?

Anfrage von: Stefanie Lorentzen

Grundsätzlich besteht die Gefahr einer Sensibilisierung immer dann, wenn der Körper mit Stoffen in Kontakt kommt. Diese Gefahr steigt mit der Konzentration des Stoffes, der Häufigkeit der Anwendung und mit dem allgemeinen Allergiepotential des Einzelstoffes. Die Anwendung eines Sonnenblockers als Tagescreme bei jeder Gelegenheit ist deshalb ein nicht zu unterschätzendes Risiko.

Sollte bereits eine Sensibilisierung vorliegen, kann eine allergische Reaktion nur verhindert werden, wenn das Allergen gezielt vermieden wird. Bei der Auswahl geeigneter Produkte kann die Kosmetikerin wertvolle Hilfe leisten.

Ich habe eine ganz empfindliche Haut, womit kann ich mich am besten pflegen?

Anfrage von: Heidrun Michaelis

Eine empfindliche Haut ist meist auch sehr dünn, oft feuchtigkeitsarm und tendiert leicht zur Ausprägung von Allergien. Hier sollten Produkte zur Anwendung kommen, die nur sehr schwach konserviert sind und unter besonderen hygienischen Bedingungen produziert worden sind.

Ebenso sollten keine Farbstoffe extra enthalten sein und möglichst auch wenig bis kein Parfümöl enthalten, welches die Haut nur reizen könnte.

Sollten bereits bekannte Allergien vorliegen, kann zusammen mit der Kosmetikerin eine Pflege ausgesucht werden, die die Risikofaktoren gezielt meidet.

Aus den Depots Dr.Rimpler und Isabelle Lancray kämen dabei besonders die Linien Egostyle, Rutilia und Sensibia, sowie Cutanova in Frage.

Sind Reinigungsprodukte wirklich nötig?

Anfrage von: Helga Schmidt

Beim Entfernen von fettlöslichem Schmutz mit Seife wird immer auch ein Teil der körpereigenen Schutzlipide von der sehr unspezifischen Seife entfernt. Gleichzeitig wird der Säureschutzmantel der Haut zumindest für eine bestimmte Zeit (je nach Alter und Hautzustand unterschiedlich) beschädigt.

Es empfiehlt sich, eine kosmetische Reinigung zu nutzen, die auf den Hautzustand und das Alter besonders Rücksicht nimmt, um die Haut nicht unnötig zu belasten.

Einen teuren Angorapullover würde man ja auch nicht mit einem Vollwaschmittel waschen, sondern zu einem spezifischen Feinwaschmittel greifen!